Route: “Napoléon” oder “Valcarlos”?

Entscheiden Sie sich für eine Route, nachdem Sie sich im Pilgerbüro, gegenüber unserer Herberge, nach der Wettervorhersage informiert haben. Das Wetter kann schnell umschlagen und bei Nebel müssen Sie besonders vorsichtig sein. Im Frühjahr und im Herbst können Schnee, Kälte, aufgeweichte Böden und starker Wind den Übergang gefährlich machen (Möglichkeit von Hypothermie). Wenn man ihnen sagt den Höhenweg nicht zu nehmen, dann tun Sie es bitte auch nicht und gehen Sie besser über Valcarlos. Mehr > unten: “Strafe” für Unvorsichtigkeit


Wenn es Ihre Kondition und das Wetter erlaubt, können wir Ihnen nur empfehlen die Route Napoléon zu nehmen. Der Panoramablick, die frei umher streifenden Pferde, die über Ihnen kreisenden Gänsegeier … Es ist eine der schönsten Etappen des Camino.
„Valcarlos“ ist auf jeden Fall keine schlechte Alternative, aber dort haben Sie keine so weite Aussicht, da Sie durch das Tal und den Wald laufen.


“Strafe” für Unvorsichtigkeit

Aus Lokalzeitungen in Navarra, Mitte Februar 2013 (übersetzt von L'EdC; Quelle: www.caminodesantiago.me):


“Navarra stellt unvorsichtigen Pilgern Bergungskosten in Rechnung”

In der letzten Januarwoche wurden fünf koreanische Pilger aus der Schutzhütte Izandorre (auf der Route Napoleon, zwischen dem Rolandsbrunnen und dem Col de Lepoeder - L´EdC) geborgen. Jetzt müssen sie 1.500 Euro zahlen, um die Kosten zu decken, die der Notaufnahme Navarra (ANE) durch die Operation entstanden sind. Die fünf jungen Männer hatten mehrere Warnungen Einheimischer ignoriert, den Weg durch den Wald wegen des heftigen Windes und des Schnees (an einigen Stellen mehr als 70cm) nicht fortzusetzen.

Ein Sprecher der ANE erklärte dass jeder zukünftige Fall gesondert geprüft werden würde. Unter „Unvorsichtigkeit“ sei „waghalsiges Ignorieren von Wetterwarnungen“ oder „ungeeignete Ausrüstung in einem spezifischen Kontext“ zu verstehen. (zum Beispiel ungenügender Schutz vor Regen und / oder Kälte - L´EdC)."

Wir denken dass dies angemessen ist. Wir kennen zu viele Beispiele von Situationen in denen schlecht ausgerüstete Pilger die „Route Napoleon“ gewählt haben, obwohl sie wegen der Wettervorhersage strengstens davor gewarnt worden waren. Sie scheinen sich nicht klar zu machen, dass sie nicht nur sich selbst in Gefahr bringen, sondern auch diejenigen die sie schließlich bergen müssen. Außerdem leidet Spanien zurzeit unter hohen Budgetkürzungen; und deshalb sollten die Kosten solcher Bergungen – die eigentlich unnötig sind – erstattet werden.
Andererseits hoffen wir, dass Menschen die wirklich in Gefahr sind, sich wegen der Möglichkeit eines „Ordnungsgeldes“ nicht davon abhalten lassen den Notruf 112 zu wählen. Ihr Leben ist unbezahlbar!